Worms Isolierglassanierung - Klar, machen wir !

                             Reinigung des Scheibenzwischenraumes bei "blinden" Isolierglasscheiben

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  Bleibt die wärmedämmende Funktion der luftgefüllten Scheibe nach der

  Isolierglassanierung wirklich erhalten?

 

  Die 2 Bohröffnung werden nach der Sanierung weitgehend verschlossen, bis auf  den

  Staubfilter mit einer Öffnung von 0.6cm.  Bei einer 20m/s Böe werden dann  rund

  20^2*1.2/2/1e5 *16ltr/m² = 0,0385 ltr Luft hinein gedrückt.  Nun nehmen wir alle 2 Sekunden

  solch eine Böe an, und anschließend darf die Luft für 2s wieder raus.

 

  Dann fließen also durchschnittlich je Sekunde 0,0385ltr/4s = 0,01 ltr Luft durch den SZW.

  Das macht einen Verlust von 0,01ltr/s * 1,2J/ltrK = 0,012 U=W/m²K aus. Aus der U-Wert

  = 3,0 Scheibe wird dann eine U-Wert = 3,012er Scheibe.Und das Jahr über fortlaufend 20m/s

  Böen im 4s Wechsel hat man meist auch nicht.

 
  Der Effekt ist also tatsächlich vernachlässigbar. Anders wäre es natürlich, wenn 2 Löcher von 

  Innen gebohrt wären. Das wäre eine Katastrophe. Insbesondere deshalb, weil die Scheiben

  dann auch beschlagen. Bei außenseitigen Löchern ist ein Beschlagen nur bei extremsten

  Wetterlagen möglich, draußen feucht heiß und drinnen sehr kalt (Beispielsweise bei Kühlhäusern).

 

  Im Winter dagegen gibt es niemals Beschlag im Scheibenzwischenraum, weil die  Außenluft,

  auch wenn sie zu 100% feucht ist, im SZR erwärmt wird und durch die Öffnungen an die

  Außenluft abgegeben wird..

 

 

  Was ist mit aufgedampften und gasgefüllten Scheiben?

 

  Solange die Beschichtung nicht angegriffen wird, in der Regel liegt diese auf der Innenseite der

  Innenscheibe, bleibt der Großteil der wärmedämmende Funktion durch die Wärmeschutzolie

  erhalten. Das Edelgas ist bereits mit dem Einsetzten des Erblindens aus dem Scheibenzwischenraum

  entwichen.

 

  Nach längerer Zeit lagern sich zuerst Mineralien und Kalkablagerungen auf der Innenseite der

  Äußeren Scheibe ab. Durch das Wischen von Außen mit einem Magneten und einer Stahlwolle im

  Zwischenraum, wird die Beschichtung nicht berüht, bzw. beschädigt.

 

  Hier eine Abschützung, wieviel es ausmacht, wenn sich Luft statt Argon im Scheibenzwischenraum

  befindet. Beispiel bei 16mm Scheibenzwischenraum und ai=8W/qmK und aa = 20W/qmK,

  Strahlung mit 0 angesetzt:

 

                        Luft: U = 1/(1/8 + 1/20 + 0.016/0.025) = 1,227 W/qmK

                        Argon:U = 1/(1/8 + 1/20 + 0.016/0.0177) = 0,927 WqmK

                        Krypton:U = 1/(1/8 + 1/20 + 0.016/0.00949) = 0,537 W/qmK

                        Xenon:U = 1/(1/8 + 1/20 + 0.016/0.0057) = 0,335 W/qmK

 

  Gegenüber einer Argonfüllung wird die sanierte Scheibe also um 0,30 W/m2K schlechter.

  Das entspräche einer Veränderung des U-Werts einer Scheibe mit Argonfüllung von 1,1 U=W/qmK

  auf 1,4 U=W/qmK. Das macht sich im Jahr mit rund 21 kWh oder 2 ltr l je m2 bemerkbar, also

  rund 1 Euro.

 

  Sollten sich über einen längeren Zeitraum die Mineralien und Ablagerung auf der Wärmeschutzfolie

  festsetzten, kann diese mittels einer Säure ganz entfernt werden. Wenn die aufgedampfte Schicht

  entfernt wird, hat auch die Scheibe nach einer Sanierung nur einen U-Wert von etwa 3,0 W/m2K, 

  auch wenn das einmal eine 1,0 W/qmK Scheibe war.

 

 

  Lohnt sich eine Glassanierung der luftgefüllten Scheiben gegenüber einer Neuverglasung ?


  Wir haben als Beispiel mit CASAanova solche eine Scheibensanierung mit U-Wert 3,0 gegenüber einer

  Neuverglasung mit U=1,0 gegenübergestellt. Es wären demnach beim Standardhaus 22,9m2 Glasfläche

  auszutauschen.

 

              Vor der Reparatur mit U-Wert = 3,0 W/m2 Energiebedarf: 14220 kWh/Jahr

              Neuverglasung mit U-Wert = 1,0: 12418 kWh/Jahr

              Differenz: 1802 kWh/Jahr

 

  Energieersparnis je m2Glas dann 78,7 kWh/m2 a = 8ltr l/m2 a = ca. 5 /m2 pro Jahr


  Wieviel darf die Neuverglasung mit einer 1,0er Scheibe kosten, um 5 /m2 pro Jahr einzusparen?